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Rock`n`Roll

Die Entstehung des Rock`n`Roll

Der Begriff Rock`n`Roll wurde erstmals 1951 vom amerikanischen DJ Alan Freed als Bezeichung für eine Musikrichtung gebraucht. Die Textzeile "Rock, rock, rock everybody, roll, roll, roll everybody" wurde weltberühmt.
So entwickelte sich der Begriff Rock ’n’ Roll, der zunächst nur ein Synonym für Rhythm and Blues war, schnell zu einem eigenständigen Gattungsbegriff und bezeichnete jene neue Musik, in der die damals übliche strikte Trennung zwischen Schwarz und Weiß aufgeweicht wurde. Außerdem ist Rock ’n’ Roll die Bezeichnung für einen mit dieser Musik verbundenen Gesellschaftstanz, der aus dem Lindy Hop und dem Jitterbug hervorgegangen ist und dessen wesentliche Merkmale die akrobatischen Einlagen sind. Im Gegensatz zur Musik werden im Tanz die ungeraden Zählzeiten (eins und drei) betont. Als Gesellschafts- und Turniertanz entspricht ihm der Jive. Auf Turnieren wird Jive bei 44 Takten pro Minute getanzt. Dort gehört diese Rock-Variante zu den lateinamerikanischen Tänzen.

Kleidung

In der Anfangszeit des Rock`n`Roll galten Petticoat und Jeans als stilechte Bekleidung. Für den heutigen Tanzstil ist diese Kleidung jedoch zu schwer und schränkt die Bewegungsmöglichkeiten zu sehr ein. Rock`n`Roll wird auf Turnieren in ein- oder zweiteiligen Kostümen aus elastischen Kunstfasern getanzt. Die Stoffe sind dehnbar und reissfest, denn sie werden insbesondere bei Wickelfiguren erheblichen Belastungen ausgesetzt. Zudem sind sie glatt und rutschig um Verkantungen und Reibungsverletzungen bei Akrobatiken vorzubeugen.

Unterschied zu Boogie-Woogie

Der Tanz Rock`n`Roll hat sich aus dem Boogie-Woogie entwickelt. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass man bei Boogie-Woogie kein im vorhinein einstudiertes Programm, sondern völlig frei zu der Musik tanzt. Dies ist auch der Grund, warum Boogie-Woogie in Lokalen getanzt wird und Rock`n`Roll nicht. Weiter werden beim Boogie-Woogie weniger akrobatische Figuren getanzt.
Boogie-Woogie wird normalerweise zu Musik der 1950er/1960er Jahre getanzt, kann aber auch zu Disco Musik oder zu Reggae getanzt werden.

Tanzschritte

Man unterscheidet beim Rock ’n’ Roll zwei Grundschritte, die nach der Anzahl der Bodenberührungen benannt sind. Der ursprüngliche 6er-Grundschritt weist noch starke Ähnlichkeiten zum Grundschritt des Lindy Hop auf und wird heute nur noch in Tanzschulen gelehrt, um Anfänger langsam an den Tanz heranzuführen.
Der technisch anspruchsvolle 9er-Grundschritt ist die Grundlage des modernen Turniertanzes und weist sich nicht
nur durch das Kick-Ball-Change, sondern auch durch eine präzisere Kick-Technik aus.
Rock ’n’ Roll ist ein fröhlicher, schneller und sportlicher Tanz, der stark zuschauerorientiert ist. Er ist geprägt von hoher Präzision der Bewegungen bei hohem Tempo und der flüssigen Kombination von Tanz und spektakulärer Akrobatik, welche teilweise mit den Ängsten des Zuschauers spielt.

Akrobatik

Akrobatik ist ein Fachbegriff des Rock`n`Roll, unter dem alle Figuren gedeckt werden, die nicht von dem Begriff Tanzfigur erfasst werden. Tanzfiguren können von einem Tänzer ohne die Unterstützung seines Tanzpartners getanzt werden. Stationäre Figuren mit Unterstützung, z. B. Fallfiguren, gelten jedoch auch als Tanzfiguren, solange beide Tanzpartner Bodenkontakt haben.

(Quelle: Wikipedia)